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25. Februar 2015 - Projekt Greengain soll energetische Nutzung von vernachlässigten Biomasseressourcen erhöhen

Das Projekt Greengain sucht nach Lösungen für die energetische Nutzung von Biomasse aus der Landschaftspflege und soll das öffentliche Interesse an einer Nutzung zu erhöhen. Vegetationen von Straßenrändern, Flussufern, Hecken oder öffentlichen Parks werden oft vernachlässigt, bergen aber ein erhebliches Potential, um die Rohstoffversorgung für den wachsenden Bereich der erneuerbaren Energien zu erhöhen. Das dreijährige Projekt, das im Januar 2015 startete, wird durch Horizont 2020, das europäische Programm zur Forschung für innovative Lösungen in der EU, unterstützt. Das „Kick-off“ - Treffen fand in Berlin Anfang Februar statt.

Marie Bergmann, Projektkoordinator für erneuerbaren Energien Agentur FNR in Deutschland, die das Projekt leitet, sagte: "Es gibt eine wachsende Nachfrage für die nachhaltige Versorgung mit Biomasse-Rohstoffe um unseren Energiebedarf zu decken. Im Greengain Projekt wollen wir das Bewusstsein für Biomasse-Ressourcen, die derzeit wenig genutzt werden, erhöhen. Die Nutzung von Biomasse aus der Landschafts- und Gartenpflegepflege für energetische Zwecke ist einfach der logische Schritt. Leider fehlen uns die Ansätze und Informationen über die Energiepotentiale und über die Nachfrage nach dieser Biomasse. Das ist der Punkt, wo unser Projekt ansetzt." 

Das Projekt beinhaltet Partner aus Deutschland, Italien, Spanien und der Tschechischen Republik. Greengain wird Strategien aufzeigen um lokale Verfügbarkeit dieser Biomasse-Rohstoffe zu ermitteln und Know-how zu Themen wie der Logistik, Lagerung, nachhaltigen Nutzung bis hin zur Umwandlung der Biomasse in erneuerbare Wärme und Strom bieten. 

Forscher werden Biomassepotenziale aus der Landschaftspflege als auch technologische Möglichkeiten dokumentieren, deren Nutzen und mögliche Hindernisse identifizieren und ihre Empfehlungen einer Vielzahl von Akteuren auf Europäischer Ebene zugänglich machen. Mit dabei sind die Modellregionen Friesland und Rotenburg (Deutschland ) , Bohemia (Tschechien) , Lago Trasimeno (Italien) und Matarraña und Bajo Aragón (Spanien). Das Projekt konzentriert sich auf die Sensibilisierung der Akteure für das Thema und soll die allgemeine Akzeptanz in der Öffentlichkeit erhöhen.

Die Website des Projekts ist in Vorbereitung und wird bald auf www.greengain.eu verfügbar sein. 

Kontaktdaten

Marie Bergmann, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Germany, e-mail: M.Bergmann@fnr.de, GSM: +49 (0) 3843-6930-178

Klaus Lenz, SYNCOM Forschungs- und Entwicklungsberatung GmbH, Ganderkesee, K.Lenz@syn-com.com +49 4222 947988-0